Was möchte ich den Kindern vermitteln?

Mein Betreuungs- und Erziehungskonzept möchte ich auf vier Säulen stellen:

 

1.     Begleitung, Förderung und Unterstützung der gewohnten Erziehung im Elternhaus, der eigenen Individualität/Charakter, der eigenen Stärken, Vorlieben und Begabungen sowie der Schwächen.

Hier ist ein Leitspruch der Montessori-Pädagogik sehr treffend: Hilfe zur Selbsthilfe

Die Kinder bekommen bei mir viel Zeit und viel Freiraum, um sich selbst auszuprobieren, eigenes Freispiel zu konstruieren und völlig darin zu versinken. So bin ich in der Kinderküche nur der Gast der nach Herzenslust die gekochten und gemixten Kreationen probiert – aber mir schmeckt nicht immer alles. Auch der Burgenbau im Sandkasten, die neue Autobahn, der Tunnel oder die Grube werden von den Kids selbst kreiert und gebaut. Und im Sommer wird der Sandkasten auch gerne mal unter Wasser gesetzt. Solange sich niemand verletzen kann, einzelne Kinder der Gruppe ausgeschlossen werden oder sich ängstigen ist alles gut und es darf fleißig ausprobiert werden.

Wenn wir auf dem Feld und im Wald unterwegs sind, darf selbstständig gestöbert und entdeckt werden und ohne gefüllte Taschen mit gesammelten Schätzen kommt bei uns niemand nach Hause.

Wir malen, basteln, experimentieren mit verschiedensten Stiften, Farbe, Knete, Salzteig, Schere, Kleber, Play Mais etc.

D.h. bei mir wird man sandig, dreckig, nass und manchmal auch recht bunt und das ist auch gut so. 

Gerne bin ich der Begleiter, der Zuhörer, ich helfe und unterstütze, wenn die Kinder dies einfordern und zeige Lösungsmöglichkeiten bei Problemen und Konfliktsituationen. Aber oberstes Ziel ist die Eigenständigkeit und die Zusammenarbeit in der Gruppe. Dies fängt im Kleinen an, z.B. beim An-/Ausziehen, Essen mit Besteck und endet beim eigenständigen Spiel, dem Entwickeln der eigenen Kreativität und einer selbständigen Konfliktlösung innerhalb der Kindergruppe.

Auch der Mut und die Ruhe einmal schlechte Laune und Frust auszuhalten und zu tolerieren muss erlernt werden. Denn auch das gehört zum Alltag.

 

2.     Vermittlung wichtiger Umgangsformen, das Einhalten von sinnvollen Regeln und das Leben wichtiger Werte unserer Gesellschaft

Diese werden heute von der Gesellschaft vorausgesetzt, sind aber in den letzten Jahren auch immer mehr verloren gegangen. Dazu gehört ein „Bitte“ oder „Danke“, das Aufhängen der Jacke an die Garderobe, Hände waschen, das Wegräumen der Schuhe ins Schuhregal, das Helfen beim Vorbereiten der Mahlzeiten, z.B. Tisch decken, Spielsachen aufräumen und, und, und…wir pflegen einen höflichen Umgangston in unserem Alltag und lösen Konflikte nicht durch Handgreiflichkeiten. Kratzen, Beißen, Treten, Schlagen, mit Sand werfen etc. wird nicht geduldet und wird ganz klar verbal erläutert und umgesetzt. „Wiederholungstäter“ müssen auch die Konsequenzen tragen, z.B. man darf für eine gewisse Zeit nicht mehr im Sandkasten spielen etc.

Wenn wir unterwegs sind, sind die Regeln, die der Straßenverkehr mit sich bringt, strikt einzuhalten. Ein klares NEIN, ist auch ein Nein und nicht Vielleicht. Es wird auf der Straße nicht gespielt, wir rennen nicht den Bürgersteig entlang oder schubsen einander im Spiel.

Alle Kinder der Gruppe haben die gleichen Rechte und Pflichten. Egal ob Mädchen oder Junge, ob Flüchtlingskind oder Kinder mit und ohne Migrationshintergrund. Unterschiedliche Lebensgewohnheiten oder Essensvorgaben werden thematisiert und respektvoll akzeptiert und toleriert. Hier nutze ich im Laufe des Kalenderjahres sehr gerne die Projektarbeit: Kinderrechte. Wir lesen passende Bücher aus der Bücherei oder schauen Bilderbücher zum Thema Kinderrechte an, wir haben CDs zum Thema, Puppen mit unterschiedlicher Hautfarbe etc.

Auch der Respekt vor Erwachsenen bzw. vor Respektpersonen (Rettungskräfte von Feuerwehr, Notarzt, Polizei etc.) wird vermittelt und gelebt. Mein großer Sohn ist leidenschaftliches Mitglied der Bambini Feuerwehr vor Ort und bringt auf seine ganz eigene Art sein Fachwissen und sein Gelerntes in unseren Alltag ein.

Bei Tisch haben Handys, Fernsehen, Tablet etc. nichts verloren.

All diese Punkte können auch schon die kleinsten der Gruppe verinnerlichen und nach ihren Möglichkeiten umsetzen. Und so wie sich die Gruppe stetig verändert, ändern sich auch die einzelnen Möglichkeiten der Kinder. Aus den Kleinsten werden die Großen, die ganz spielerisch die neuen Kleinen begeistern und fördern. Und wer von klein auf übt, wird dies als ganz selbstverständlich annehmen und praktizieren.

 

3.     Natur, frische Luft, das Spiel mit den Elementen und Bewegung – selbst entwickelte Spielideen, Kreativität und Fantasie.

Wir nutzen jede Gelegenheit und auch jedes Wetter um draußen zu sein. Das Spiel mit natürlichen Dingen wie Sand, Wasser, Naturmaterialien (Steine, Tannenzapfen, Kastanien etc.), Blumen pflücken, Spazieren gehen, Tiere beobachten und versorgen… fördert nicht nur Motorik (Grob-und Feinmotorik), Sozialverhalten und Naturverbundenheit sondern regt auch die eigene Kreativität und Fantasie an. Wer früh lernt sich mit einfachsten Dingen - die quasi immer da sind - zu beschäftigen, wird nicht gelangweilt vor PC oder Fernseher sitzen.

 

4.     Gesunde Ernährung – vom kleinen Pflänzchen gesund auf dem Tisch

Aufbauend auf Punkt 3 wird ab 2018 der Themenbereich „Gesunde Ernährung – vom kleinen Pflänzchen gesund auf den Tisch“ in meiner Tagespflegestelle eine weitere wichtige Säule in unserem Alltag sein.

Bereits im Herbst wurde die Küche umgestaltet: ein großer Esstisch, genügend Sitzmöglichkeiten, ansprechende Deko und der neue Geburtstagskalender der Kinder sorgen ab sofort bei Tisch für eine angenehme und gemütliche Atmosphäre und lassen die Mahlzeiten gleich doppelt so gut schmecken.

Im Frühjahr wird unser neues Konzept noch weiterentwickelt. Wir haben einen großen Garten mit viel Platz und daher die Möglichkeit einen kleinen Lehrgarten einzurichten. So werden 1-2 Hochbeete mit einer vielseitigen Bepflanzung ihren Platz im Garten finden. Die Kräuter, Salate, Tomaten, Gurken etc. werden nicht nur unseren Alltag sondern nach der Ernte auch unseren Speiseplan bereichern. Unser kleiner Lehrgarten wird den Kindern auf anschauliche Weise in die Welt der gesunden Küche und Ernährung führen und ihre aktive Mitarbeit fordern.

Ergänzt wird unserer Lehrgarten durch entsprechende Literatur (Wir Besser-Esser: Gesunde Ernährung macht Spaß, Schau, was steckt in Obst und Gemüse, Kita aktiv: Projektmappe Ernährung etc.) in unserem Bücherschrank und aktive Umsetzung in unserem tagtäglichen Speiseplan (Beispielwochenplan s.u.)

Wir werden etwas vom zuckerfreien Vormittag erfahren, kauaktive Lebensmittel kennenlernen und erleben wie aus einem Samenkorn, ein Pflänzchen und schließlich eine Frucht, Gemüse etc. entsteht. All dies wird den Kindern auch später nochmal im Kindergarten begegnen und dort noch detaillierter und altersentsprechend nähergebracht.

Kreatives und Geliebtes der Kid's

Mini-Echtschneemann
Watte-Schneemann

Wenn schon vor der Tür der Schnee nur zum Mini-Schneemann reicht, müssen wir eben nochmal mit Tonkarton und Watte nachhelfen. Und drinnen im Stübchen gibts dann auch keine kalten Hände mehr.

 

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Rezept für selbstgemachte Knete:

 

auswaschbar und kinderfreundlich

 

Zutaten

400 g Mehl

200 g Salz

2 Päck. Zitronensäure

4 Eßl. Babyöl

1/2 l. kochendes Wasser

evtl. Lebensmittelfarbe/Fb. nach eigenem Geschmack

 

Den Teig gut durchkneten bis er gatt und geschmeidig ist. Die Knete ist nur begrenzt haltbar (ca. 2-3 Monate, einfach der Nase vertrauen) und muss in einer geschlossenen Dose aufbewahrt werden, um sie vor dem austrocknen zuschützen.

Vor dem nächsten Einsatz einfach als erstes mal ordentlich durchkenten und los geht der kreative Bastellspass.

 

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Heißgeliebte Bücher bei meinen Jungs (16 Monate/20 Monate) sind zur Zeit:

 

aus der Reihe "Erstes Lernen", Verlag DK Dorling Kindersley

Wörter, Bauernhof, Tiere, Mein Tag

 

einfach tolle Illustrationen die Kinder ansprechen und zum Nachplappern animieren!

 

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Ausflugs-Tipp's

 

haben sie auch eine kleine Wasserratte zu Hause...ich JA!

 

Also haben wir jetzt mal einen tollen Nachmittag in der Spessart-Therme in Bad Soden-Salmünster verbracht.

Für die Kleinen wirklich schön. Überall wird in regelmäßigen Intervallen geblubbert und  gesprudelt. Es gibt eine kleine Strömungsspirale und draußen ein Becken mit stündlichem Wellengang. Und das Beste KEIN Chlorwasser sondern Solewasser.

Keine Kaninchenaugen, keine Schrumpelhaut-einfach nur gesund mit ganz viel Spass für die Kleinen und Wellness für die Großen.

Wiederholung folgt bestimmt bald...

 

 

Fasanerie Hanau Klein-Auheim

Ein Ausflug in die Fasanerie macht immer wieder Spass, denn es gibt immer wieder etwas zu entdecken. Das Gelände ist so weitläufig, dass man nie alles aufeinmal ansehen kann und es wird auch immer wieder etwas Neues gebaut.

Und für meinen kleinen Tierfreund und natürlich für alle Kinder ist die freie Natur, die Tiere, die natürlichen Spielplätze und all die Möglichkeiten etwas zu Entdecken und Auszuprobieren der "weltbeste Spielplatz"

 

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Beispielwochenplan aus unserer Küche:

 

               Montag          Dienstag          Mittwoch       Donnerstag      Freitag

 

Frühstück                Müsli mit Obst,         Brot mit                       lachende Brote           Brot/Toast                   Brezeltag: wir

  Jogurt und/oder        Käse, Frisch-               mit Wurst                    Brötchen mit               backen frische

  Milch                           käse o Veggie-                                                  selbstgemachten        Laugenbrezel                                                                           Auftrich                                                             Quarkvarianten           Beilage nach                                                                                                                                                        mit Kräutern                 Wunsch                                                                         

                                                               

                   Frisches Obst und/oder Gemüse (Gurken, Paprika etc.) gibt es immer dazu!

 

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Mittag            Nudeln m.                   Geflügelbratwurst-           Mehlpfann-                 Kartoffel-                Püree-Kartoffel,

                                   frischer Brokkoli-       Paprika-Zucchini-               kuchen mit                  Gemüse-                 Möhre od. Süß-

                                   soße                              Spieße mit Dip                   Apfelmus                      Hähnchen-             Kartoffel mit

                                                                                                                                                               Eintopf                    Fisch

 

Ergänzt durch Rohkostteller (Möhren, Paprika, Gurken etc.) oder frischer Salat der Saison – nach Möglichkeit direkt aus dem Garten!

 

Zwischensnack/Nachmittag frisches Obst, wenn möglich aus dem Garten, Fruchtshakes, Reiswaffeln, Dinkel-Salzgebäck, selbstgemachtes Eis aus Fruchtmus/Jogurt, Jogurt/Quark

 

Getränke stehen immer zur Verfügung und beim Essen auf dem Tisch, stilles Wasser o Mineralwasser, zum Frühstücksmüsli auch Milch, verdünnte Apfelschorle – nur am Nachmittag, ggf. selbstgepresster O-Saft (Saison bedingt)

 


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